Aus den Schatten der Wälder traten sie hervor – die ersten Menschen.
Getrieben von Furcht und Hunger errichteten sie am Waldrand ihre ersten Hütten.
Ein zaghafter Anfang – und doch der erste Stein im Fundament einer Zivilisation.

Wo Holz zu Mauern wird und Feuer zur Heimat, beginnt der Weg einer Zivilisation

Schon bald wagten sie sich hinaus, über die Grenzen des Waldes hinweg.
Das Hochland rief – karg, windumtost, doch voller neuer Möglichkeiten.
Mit jedem Schritt eroberten sie Licht, Weite und den Traum von Dauer.

Auf den Höhen, fern der Wälder, erhoben sie ihre erste Siedlung. Schlichte Mauern aus Stein, Dächer aus Holz – klein an Gestalt, doch groß an Bedeutung. Hier begann das Reich der Menschen im Hochland zu wachsen.

Auch auf den Seen suchten sie Zuflucht.
Hölzerne Siedlungen erhoben sich über dem Wasser –
errichtet in der Hoffnung, vor den Bestien Enéndias sicher zu sein.

Doch nicht alle Siedlungen hielten stand. Einige versanken im Zorn der Naturgewalten. Zerschlagen vom Sturm, verzehrt vom Feuer, verschlungen vom Wasser - und heimgesucht von den Bestien Enéndias.

Es vergingen Jahrhunderte, ehe die Menschen die Küsten erreichten.
Dort, wo das Meer auf das Land traf, errichteten sie neue Siedlungen –
trotz Wind, Salz und der Bedrohung aus den Tiefen.

Die Menschheit wuchs über sich hinaus,
trotzte Hunger, Sturm und Bestien.
Pentanas erhoben sich –
und stellten sich den Monstern des Himmels.

Mit dem ersten Sieg über einen Tryptonimus brach eine neue Ära an. Wo zuvor nur Furcht und Verzweiflung herrschten, keimte Hoffnung. Die Menschheit erkannte, dass auch die mächtigsten Schrecken nicht unbesiegbar waren – und fand darin die Kraft, ihren Weg in dieser Welt fortzuschreiten.

Vom Schicksal geführt entdeckten die Menschen Pforten, die Enéndia mit unserer Welt verbanden.
Verhüllt lagen sie in stillen Tümpeln und in Mooren voller Nebel, wo Wasser und Schatten eins wurden.
Und manche wagten die Flucht – fort vor den Gewalten der Natur und den Kreaturen, die Enéndia beherrschten.

Die Geflohenen staunten über ihre Ankunft in unserer Welt –
und fanden Gefallen an der Sicherheit und den Wundern der Zivilisation.

Andere aber beharrten auf ihrem Geburtsrecht in Enéndia.
Sie blieben – und sie kämpften:
für eine bessere Zukunft, für ein freies Leben.

Sie stellten Wächter an die Pforten, damit kein Schritt unbeobachtet blieb.
Und als sie glaubten, das Chaos endlich gezähmt zu haben, erhoben sie Anspruch auf die Zukunft:
Die Nachkommen der Geflüchteten wurden zurückgerufen nach Enéndia –
heim ins Reich ihrer Ahnen, heim in eine Welt aus Gefahr und Verheißung.

So entsandten sie die Wächter in unsere Welt –
um die Verlorenen aufzuspüren
und heimzuführen.

Er trat aus der Nacht in das Licht der Laternen – ein Wächter in unserer Welt.

Sein Weg endete vor einer Tür. Ein Druck auf den Knopf – die Nacht hielt den Atem an.

Ein junger Mann trat hervor, siebzehn Winter alt, die Hand am Rahmen, der Blick fest.

Der Wächter zog die Kapuze zurück: stahlblaue Augen, Narben wie von Klauen, ein Gesicht aus Wind und Jahren.

Du gehörst nicht hierher.

Komm mit mir.

Dort, wo dein Schicksal beginnt, wartet eine andere Welt auf dich.

Die Chronik der Menschen ist nur der Anfang.
Die ganze Geschichte erlebst du hier:

Enéndia Band I – Der Weg der Pentana.

Abbildung zeigt alle Buchcover