Ich bin Leon Sondermann, und ich schreibe Geschichten, die Grenzen überschreiten.
Mich fasziniert, wie Worte Welten erschaffen, die andere betreten und miterleben können.
Wenn ich nicht schreibe, finde ich Inspiration in der Natur, in alten Mythen und in den leisen Momenten des Alltags.
Manchmal reicht ein einziger Funke, um eine ganze Welt zu entfachen. Bei mir war es das Bild eines Greifen – eines der ältesten Mischwesen der Mythologie. Halb Löwe, halb Adler, vereint er die Könige des Tierreichs: den Herrscher der Erde und den Herrscher der Lüfte.
Dieses majestätische Geschöpf brachte mich zu einer Frage, die der Ausgangspunkt für Enéndia wurde:
Wie hätte sich die Menschheit entwickelt, wenn Wesen existierten, die uns in jeder Hinsicht überlegen sind?
Wir hätten uns nicht ungestört ausbreiten können, sondern wären unter ständiger Lebensgefahr dazu gezwungen gewesen, ums Überleben zu kämpfen.
Aus diesem Gedanken entstand der Tryptonimus – ein Nachkomme der Flugsaurier.
Er läuft auf vier Beinen, schnell wie ein Pferd, erhebt sich in die Lüfte wie ein Adler und jagt erbarmungslos alles, was ihm begegnet.
Anstelle des Greifen wurde er zum Sinnbild einer Welt, in der der Mensch nicht an der Spitze der Nahrungskette steht.
So wuchs aus einer einfachen Inspiration die Idee zu einer neuen, gefährlichen Welt: Enéndia.
Der Tryptonimus ist das Sinnbild von Geschwindigkeit, Stärke und tödlicher Überlegenheit. Wo er am Himmel erscheint, beginnt der Albtraum der Menschheit.
Aus der Gestalt des Tryptonimus erwuchs bald mehr als nur ein einzelnes Wesen – eine ganze Welt begann sich vor meinem inneren Auge zu formen. Ich stellte mir vor, wie sich die Menschheit in einem Reich entwickeln würde, in dem sie nicht länger an der Spitze der Nahrungskette steht. Welche Kulturen könnten in solch einer Umgebung entstehen? Welche Überlebensweisen, welche Mythen und Legenden würden dort geboren werden?
Die Natur hat mich schon immer inspiriert – besonders dort, wo sie verlassen wirkt. Tümpel, Sümpfe, Orte, in die kein Mensch je einen Blick gewagt hat, geschweige denn einen Schritt.
Doch was, wenn solche Orte mehr sind, als sie scheinen? Was, wenn sie Übergänge in andere Welten verbergen?
Nach Enéndia eintauchen
Wähle den gefährlichen Pfad durch Nebel und Morast
Welten entstehen nicht zufällig. Sie wachsen aus Bildern, die uns verfolgen, aus Träumen, die sich weigern zu verblassen. Folge den Spuren in das Reich der Vorstellung – dorthin, wo Enéndia geboren wurde.
Tiefer in die Entstehungsgeschichte von Enéndia eintauchen
Vom ersten Funken der Idee bis zur lebendigen Welt: Hintergründe, Einflüsse, Schaffensprozess.